In Deutschland halbierten sich „gefühlt“ die Preise. Aber unabhängig von Umrechnungssätzen galt für sportlich orientierte Autofahrer nach wie vor: Dynamische Kompakt-Sportwagen mit bewährter Serienbasis zu erschwinglichen Preisen kommen von Renault Sport.
Gleich 2000, zum Einstieg in die Dekade, sorgte der Clio Renault Sport für ein Ausrufezeichen. Der 124 kW (169 PS) starke Zweiliter-Sportler etablierte sich als Kurvenräuber erster Kategorie, sein Kart-ähnliches Handling bescherte ihm eine Fan-Basis, die bis heute von dem kompakten Kraftpaket schwärmt.
Im April 2003 trat die zweite Generation des Mittelmotor-Boliden Renault Clio V6 auf den Plan. Mit 187 kW (254 PS) erzielte er eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h und erledigte den Spurt von 0 auf 100 km/h in 5,8 Sekunden. Die Rennversion mobilisierte gar 210 kW (285 PS) und verfügte über ein sequenzielles Getriebe für extraschnelle Gangwechsel.
Auch eine Klasse höher pflegte Renault den Sportgedanken: 2004 trat der Mégane Renault Sport an, der im Gegensatz zu den sportlichen Clio-Brüdern auf Turbo-Power setzte. Der bewährte 2.0 16V-Motor setzte mit Aufladung 165 kW (224 PS) frei – genug für 236 km/h und 6,5 Sekunden von 0 auf 100. Technisches Highlight war die völlig neu konstruierte Vorderradaufhängung, die Antriebseinflüsse in der Lenkung reduziert. Während der Seriensportler sich trotz 18-Zoll-Rädern optisch zurückhaltend gab, geriet der für den Rennsport bestimmte Mégane Trophy zum Hingucker. Flach, breit, mit Frontsplitter und Heckdiffusor ähnelte der 235 kW (320 PS) starke Hecktriebler einem DTM-Tourenwagen.
Zurück zum Clio: Nach dem Modellwechsel im Oktober 2005 brachte Renault im September 2006 auch das neue Sportmodell auf den Markt. Technisches Highlight des Clio Renault Sport waren der aus der Formel 1 entlehnte Diffusor am Fahrzeugheck und die Entlüftungsöffnungen an den vorderen Kotflügeln. Unter der markant gepfeilten Motorhaube sorgte der gründlich überarbeitete 2.0 16V-Vierzylinder mit 145 kW (197 PS) für souveräne Fahrleistungen. Noch straffer und wendiger kam der Clio Renault Sport F1-Team R27 daher. Diese Sonderedition zur Feier der Formel 1-Erfolge erhielt das Fahrwerk aus dem Clio-Markenpokal – Grundstein für eine erstaunliche Kurvenperformance.
Apropos Rennsport: Im Herbst 2006 feierte der Formel 1-Weltmeister Renault mit der Sonderserie Mégane Renault Sport F1-Team R26 den zweiten Titelgewinn in der Fahrer- und Konstrukteurswertung in Folge. Taufpate war der Formel 1-Bolide Renault R26. Für noch mehr Gänsehaut bei den Motorsportbegeisterten sorgte im Herbst 2008 die limitierte, für den Rennsport maßgeschneiderte Sonderedition Mégane R26.R – leichter, mit nur zwei Sitzen und auf Wunsch gleich ab Werk mit Überrollkäfig erhältlich. Zwischenzeitlich debütierte das erste Dieselmodell unter der Flagge von Renault Sport: der im April 2007 präsentierte Mégane Renault Sport 2.0 dCi, der die sportliche Gangart mit niedrigem Verbrauch kombinierte.
Im Herbst 2008 rundete die Marke die Renault Sport Serie nach unten ab: Mit dem Twingo Renault Sport bekam auch der Kleinste in der Modellpalette eine dynamische Topvariante. Der drehfreudige 1.6 16V-Benziner, der 98 kW (133 PS) mobilisierte, machte den Fronttriebler zu einem Typen wie Asterix: klein, flink, kraftvoll und für manche Überraschung gut. Mit Details wie prägnanten Seitenschwellern, verbreiterten Kotflügeln sowie Front- und Heckschürzen unterstreicht das Design den agilen Charakter des sympathischen Twingo Renault Sport. Auf Wunsch ist für den Twingo Renault Sport das tiefergelegte und steifere Cup-Fahrwerk mit 17-Zoll-Rädern erhältlich.
Im Frühjahr 2009 startete der überarbeitete Clio Renault Sport in seinen nächsten Lebenszyklus. Kennzeichen der jüngsten Generation ist die große Kühlluftöffnung in der Frontschürze, die von einem Leitblech geteilt wird, dessen Design sich an die Frontflügel von Formel 1-Boliden anlehnt. Der drehfreudige 2.0 16V-Vierzylinder mobilisiert 148 kW (201 PS), die spezifische Leistung des Saugmotors stieg auf 100,5 PS pro Liter Hubraum. Und wer den Kompaktsportler auf der Rennstrecke einsetzen möchte, kann die puristische Variante RS Cup ordern.
Nach dem Generationswechsel beim Mégane folgt im März 2009 auch dessen sportlicher Ableger. Der neue Mégane Renault Sport basiert auf dem dynamisch gezeichneten Mégane Coupé, präsentiert sich jedoch nochmals breiter, muskulöser und geduckter. Erstmals beim Mégane Renault Sport kommt ein Heckdiffusor zum Einsatz. Für sportlichen Vortrieb sorgt die jüngste Ausbaustufe des kraftvollen 2.0 16V-Turbobenziners, hier mit 184 kW (250 PS). Als schärfste Variante schickt Renault 2009 den neuen Mégane Trophy an den Start. Der bullige Markenpokal-Star lehnt sich optisch an den Mégane Renault Sport an, wird aber wie sein Vorgänger von einem 3,5-Liter-V6 in Mittelmotorposition angetrieben, der nun 265 kW (360 PS) leistet – also 30 Pferdestärken mehr als bislang. Leistungsgerecht verfügt das aufregende Wettbewerbsgerät über einen besonderen Hingucker: Die Türen des bulligen GT-Sportwagens öffnen sich statt zur Seite jetzt nach oben – und das ist für Renault Sport Modelle immer die richtige Richtung.
Verbrauchs- und Emissionswerte
Mégane RS
Gesamtverbrauch: 8,3 l/100 km kombiniert, CO2-Emissionen:195 g/km.
Clio RS
Gesamtverbrauch l/100 km: innerorts: 11,3; außerorts: 6,4; kombiniert: 8,3; CO2-Emissionen: 195 g/km.
Twingo RS
Gesamtverbrauch l/100 km: innerorts: 9,1; außerorts: 5,7; kombiniert: 7,0; CO2-Emissionen: 165 g/km.
Die angegebenen Werte wurden nach den vorgeschriebenen Messverfahren RL (EG) 801268 (Euro 4) bzw. VO (EG) 715/2007 (Euro 5) in der jeweils gegenwärtig geltenden Fassung und ohne Zusatzausstattung ermittelt. Die Werte dienen allein Vergleichszwecken und beziehen sich weder auf ein einzelnes konkretes Fahrzeug noch sind sie Bestandteil des Angebots. Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem "Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen" entnommen werden, der bei allen Renault Partnern und bei der Deutsche Automobil Treuhand (DAT) unentgeltlich erhältlich ist. Der Leitfaden steht außerdem als Download zur Verfügung.
(Stand 08/2010, Irrtümer vorbehalten)