Produkt Renault Mégane R.S. Trophy glänzt im Test von „sport auto“

Der Renault Mégane R.S. Trophy trägt den Motorsport bereits in seinen Genen. Im Eurocup Mégane Trophy sowie in der Deutschen Rallyemeisterschaft (DRM) sorgten seine Rennableger in dieser Saison für Furore. So fuhr beispielsweise Rallye-Pilot Carsten Mohe mit dem neuen Renault Mégane R.S. N4 auf Anhieb zum Meistertitel für zweiradgetriebene Autos. Für besonders sportlich orientierte Fahrer legt Renault den dynamischen Kompakten nun in einer auf 500 Exemplare limitierten Sonderedition auf Kiel.


Mit 265 Pferdestärken steht der Renault Mégane R.S. Trophy noch kräftiger im Futter als das 184 kW (250 PS) starke Mégane Coupé Renault Sport. Auch das maximale Drehmoment des Zweiliter-Turbo-Vierzylinders wuchs dank der Modifikationen im Ansaugbereich und eines um 0,2 bar höheren Ladedrucks von 340 auf 360 Nm. Für optimale Traktion sorgt eine mechanische Differenzialsperre.


Dem jüngsten Spross von Renault Sport fühlte nun das Fachmagazin „sport auto“ im Rahmen eines Tests auf den Zahn (Ausgabe 11/2011). Um es gleich vorweg zu nehmen: Der sportliche und mit 32.990 Euro ausgesprochen günstige Kompakte konnte auf ganzer Linie überzeugen und bestand das bekannt anspruchsvolle Testprozedere mit Bravour. „Günstiger als im Renault Mégane R.S. Trophy ist sportliche Leistungsbereitschaft kaum zu haben“, urteilte die Testerin. Auf der Rennstrecke machte der sportliche Franzose eine fabelhafte Figur: Mit einer Rundenzeit von 1.16,4 Minuten für den Kleinen Kurs in Hockenheim deklassierte der Mégane R.S. Trophy manch stärkeren Sportwagen, ohne seinen Insassen dabei Komforteinbußen abzuverlangen: „Fakt ist jedoch, dass der mit einem sportlich, aber nicht über Gebühr straff abgestimmten Cup-Fahrwerk, 19-Zoll großen, schwarz lackierten und mit Bridgestone Potenza RE050A statt wie beim normalen R.S. Michelin Pilot Sport-Pneus bereiften Leichtmetallrädern und besagter Sperre aufgerüstete Zweitürer in der Tat Eindruck macht.“

Die fliegende Runde im Badischen hinterließ bei den „sport auto“-Testern bleibende Eindrücke — auch mit deaktiviertem ESP: „Wer es ohne maßregelnde Zurechtweisungen der Elektronik narrensicher fliegen lassen will, ist mit dem auf 500 Stück limitierten Renault Mégane R.S. Trophy bestens bedient. Das ESP lässt sich wahlweise sportlich konfigurieren oder komplett am Eingreifen hindern. Der Totalverzicht fällt sowohl dank des beim Sondermodell serienmäßig an Bord befindlichen, für makellose Traktion sorgenden mechanischen Sperrdifferenzials als auch aufgrund der vorbildlichen Neutralität des Fronttrieblers denkbar leicht.“ Aber auch mit aktiviertem elektronischem Rettungsanker weiß der Mégane R.S. Trophy zu begeistern: „Wer den eigenen Fahrkünsten nicht ganz vertraut, kann alternativ auch den ordentlich abgestimmten, weil nicht übersensiblen Sportmodus des elektronischen Fahrstabilitätsprogrammes bemühen. Die Folgsamkeit der anspruchsvoll konstruierten Vorderachse auf Lenkbefehle ist tadellos (...).“

Viel Lob erntete der sportlichste Mégane auch für seine mechanische Differenzialsperre, die direkt dem Rennsport entlehnt ist und muntere 265 Pferdchen optimal an die angetriebenen Vorderräder weiterleitet: „An der Traktion des Turbo-Sportlers gibt es dank des von der Renault-Sportabteilung entwickelten, mit bis zu 35 Prozent sperrenden Differenzials gleichfalls nichts zu meckern: Das Herausbeschleunigen aus engen Ecken entpuppt sich im Mégane R.S. Trophy als leichte Übung.“


Eine gleichsam leichte wie Spaß-fördernde Übung ist wie bereits beschrieben mit dem Mégane R.S. Trophy auch der Ausflug auf die Rennstrecke. Als besonders standfest und zugleich optimal dosierbar erweist sich dabei die Brembo-Bremsanlage mit rundum innenbelüfteten und geschlitzten Scheiben. Auch nach mehreren Runden in Hockenheim glänzten die Bremsen mit einem stabilen und präzisen Druckpunkt sowie überdurchschnittlich guten Bremswerten: „Wer sich an die von sport auto vorgelegte Rundenzeit von 1.16,4 Minuten auf dem Kleinen Kurs heranarbeiten will, kann das auch deshalb gefahrlos tun, weil sich die von Brembo zugelieferte Bremsanlage allen Strapazen gewachsen erweist. Der Druckpunkt am mittleren Alu-Pedal ist präzise und bleibt auch bei härterer Beanspruchung stabil.“ Gleiches gilt auch für die Verzögerungswerte: Hier liegt der Mégane R.S. Trophy über dem Klassendurchschnitt. Nicht umsonst stellte Renault Sport-Entwicklungsfahrer Laurent Hurgon mit dem Mégane R.S. Trophy eine neue Bestzeit für frontgetriebene Serienautos auf der Nordschleife des Nürburgrings auf. Er brannte eine Fabelzeit von 8:08 Minuten in den Asphalt der „Grünen Hölle“.


Viel Lob aus berufenem Munde also für den Renault Mégane R.S. Trophy. Sowohl anhand der objektiven Messwerte als auch subjektiv trumpft der kompakte Sportler mächtig auf und schafft dabei die perfekte Symbiose aus Fahrspaß und Alltagstauglichkeit — wie acht von zehn möglichen Punkten in der sport auto-Wertung für diese beiden Kriterien eindrucksvoll belegen. Und noch dazu kam der Franzose bei den Testern von „sport auto“ auch optisch äußerst gut an. Dass noch dazu die perfekt konturierten Recaro-Schalensitze „Bestnoten“ verdienten und der serienmäßige R.S.-Monitor ebenfalls viel Anklang fand, rundet das überragende Testergebnis ab.




Gesamtverbrauch l/100 km: innerorts: 11,5; außerorts: 6,7; kombiniert: 8,2; CO2-Emissionen kombiniert: 190 g/km. Die angegebenen Werte wurden nach den vorgeschriebenen Messverfahren VO(EG) 715/2007 und § 2 Nr. 5, 6, 6a Pkw-EnVKV in der gegenwärtig geltenden Fassung und ohne Zusatzausstattung ermittelt. Die Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebots, sondern dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen. Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem "Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutsche Automobil Treuhand (DAT) unentgeltlich erhältlich ist. Der Leitfaden steht außerdem als Download zur Verfügung.

 


(Stand 11/2011, Irrtümer vorbehalten)

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