Produkt Die Legende lebt: Renault bringt die Alpine zurück

50 Jahre ist es her. 1962, Pariser Autosalon. Alle Augen richten sich auf einen blauen Sportwagen, der mit seiner flachen, dynamischen Linienführung die Blicke förmlich auf sich zieht. Die Präsentation der Alpine A 110 „Tour de France“ aus der berühmten Sportwagenschmiede von Jean Rédélé gilt als die Geburtsstunde einer Legende – eines Fahrzeugs, das in den 60er und 70er Jahren auch im Motorsport mit zahlreichen Siegen und WM-Titeln für Furore sorgen sollte. 2012, Formel 1-Grand Prix von Monaco. Promis, PS und jede Menge schnelle Autos. Alle Augen richten sich auf einen blauen, spektakulären Sportwagen, der auf dem Circuit de Monaco seine Runden durch das Fürstentum dreht. Sein Name: Alpine A110-50.


Pünktlich zum 50. Geburtstag der unvergessenen Flunder präsentiert Renault ein Concept Car, das typische Stilelemente der Automobil-Legende aus den 60er und 70er Jahren mit der aktuellen Formensprache der Marke vereint. Die dynamisch gezeichnete Außenhaut des A110-50 ist komplett aus Kohlefaser gefertigt. In Verbindung mit dem nochmals versteiften Rohrrahmen-Chassis des Mégane Trophy sorgt dies für ein besonders geringes Leergewicht von nur 880 Kilogramm. Dabei lasten 47,8 Prozent der Masse auf der Vorder- und 52,2 Prozent auf der Hinterachse. Diese Gewichtsverteilung sorgt für eine hohe Fahrstabilität.

 

„Unser Ziel war eine moderne Interpretation der A 110 im Einklang mit ihrem Erbe“, erklärt Laurens van den Acker, Senior Vice President Corporate Design bei Renault. Die Design-Anleihen, die das Concept Car A110-50 bei ihrer legendären Vorgängerin nimmt, sind unübersehbar. Die augenscheinlichste Gemeinsamkeit: der eigens für diese Studie komponierte blaue Farbton der Karosserielackierung, der dem klassischen Blau der Alpine A 110 ähnelt. Die runden Zusatzscheinwerfer mit den gelben LED-Leuchten erinnern ebenso an das historische Vorbild wie der markante Grat in der Mitte der Fronthaube sowie die seitlichen Lufteinlässe. Letztere sind den markanten Sicken in der Flanke des A 110 nachempfunden, erfüllen beim aktuellen A110-50 jedoch einen wichtigen Zweck: Während die rechte Öffnung das Getriebe mit Kühlung versorgt, führt die linke dem Motorraum die nötige Frischluft zu.

Eine weitere Reminiszenz an das legendäre Original ist das stark gewölbte Heckfenster, das beim A110-50 noch eine Besonderheit bereithält: Es gibt den Blick frei auf das Herz der Studie, das Triebwerk. Der 3,5-Liter-V6-Mittelmotor stammt aus dem erfolgreichen Wettbewerbsfahrzeug Mégane Trophy, mobilisiert 294 kW/ 400 PS und überträgt seine Kraft über ein sequenzielles Sechsganggetriebe mit Schaltwippen am Lenkrad auf die Hinterräder. Der Sauger basiert auf einem Serientriebwerk der Renault-Nissan Allianz und verfügt über Vierventiltechnik nebst vier oben liegenden Nockenwellen. Seine Frischluft bezieht der Sechszylinder über eine Ansaugöffnung, die in das Dach des A110-50 integriert ist.

 

Bei der Konstruktion der Studie legten die Ingenieure von Renault großen Wert auf eine ausgeklügelte Aerodynamik. Dabei nutzten sie die computergestützte Strömungsmechanik (Computational Fluid Dynamics, kurz: CFD), mit deren Hilfe auch die Formel 1-Teams ihre Boliden auf eine optimale aerodynamische Effizienz hin entwickeln. Beim Renault Alpine A110-50 erzeugt der Frontsplitter im Zusammenspiel mit dem verstellbaren Heckflügel, dem glatten Unterboden und dem Heckdiffusor bei höheren Geschwindigkeiten einen Unterdruck, der den Zweisitzer an den Boden saugt.

Die Front des Concept Cars präsentiert das neue Markengesicht von Renault: Der mittig platzierte Rhombus wird durch die schwarze, quer über die gesamte Frontpartie verlaufende Blende zusätzlich betont. Letztere verbindet die beiden Scheinwerfer und unterstreicht die satte Breite des Prototypen. „Die sportliche Studie besitzt wie auch die historische Berlinette den Charakter einer Skulptur und steht für die drei Schlüsselwörter unserer Designphilosophie: einfach, sinnlich und warm“, erläutert der verantwortliche Concept-Car-Direktor Axel Breun.

Warm ums Herz wird Autofans auch beim Blick ins Cockpit des Zweisitzers. Denn hier herrscht echte Rennsport-Atmosphäre. Das Lenkrad verfügt über ein Farbdisplay, das den Fahrer mit wichtigen Informationen versorgt. Auch hier profitiert der A110-50 vom Rennsport-Know-how von Renault. Denn die Technik für das moderne Volant stammt aus der Formel Renault 3.5-Rennserie.


Ebenfalls aus dem Motorsport entliehen ist das Rennfahrwerk des Renault Alpine A110-50. Im Vergleich zum Mégane Trophy verfügt die Studie über eine breitere Spurweite (vorne: 1.680 Millimeter, hinten: 1.690 Millimeter). Das Resultat: ein noch direkteres Einlenkverhalten. Die einstellbaren Stoßdämpfer erlauben eine Anpassung des Fahrwerks an die jeweilige Rennstrecke. Hinter den 21-Zoll-Rädern mit Zentralverschluss verrichtet eine kraftvoll zupackende Bremsanlage ihren Dienst. An der Vorderachse nehmen 6-Kolben-Bremssättel die innenbelüfteten 356er-Bremsscheiben in die Zange. An der Hinterachse sorgen 330 Millimeter große Bremsscheiben mit 4-Kolben-Sätteln für brachiale Verzögerungswerte.

 

50 Jahre ist es her, dass die legendäre Alpine A 110 in Paris debütierte. Die Premiere der neuen Studie Renault Alpine A110-50 sorgte im Rahmen des Formel 1-Grand Prix von Monaco für reichlich Aufsehen. Die ersten Runden des Concept Cars auf dem Stadtrennkurs im Fürstentum machten Lust auf mehr …

 

 

(Stand 06/2012, Irrtümer vorbehalten)

Facebook